Fotografien: Nina Kersten

DETAILS

Ein Projekt von gwf-ausstellungen, Hamburg

unter weiterer Mitarbeit von Julia Werner,

Inga-Berit Reutershan und Nina Rode

Kategorie: Dauerausstellung

Auftraggeberin: Freilichtmuseum am Kiekeberg

Eröffnung: September 2020

Planungsbeginn: September 2019

Ausstellungsfläche: ca. 300 m²

Meine Arbeitsbereiche im Projektteam:

-  Ausstellungskonzept + (Detail-)Entwurf

-  Entwurf von interaktiven Stationen

-  Unterstützung und Entwurf von Sondergrafiken

-  Koordination

HAUS DES HANDWERKS (Freilichtmuseum am Kiekeberg)

Handwerkliche Berufe haben eine jahrhundertelange Tradition, in der Stadt wie auf dem Land. Häufig waren es Familienbetriebe, die sich neben technischen Neuerungen und gesellschaftlichen Umbrüchen entsprechend auch familiären Entwicklungen stellen mussten. In der Ausstellung „Haus des Handwerks – Zwischen Tradition und neuen Herausforderungen“ werden in diesem Sinne die Geschichten von fünf Familienbetrieben und weiteren traditionellen Handwerksberufen aus dem Landkreis Harburg auf zwei Etagen gezeigt. Ergänzt werden sie um allgemeine Perspektiven auf die Veränderung handwerklicher Tätigkeiten im technischen und gesellschaftlichen Sinne: Es geht um Seile, Motoren, Möbel, Geschlechter, Kabel, Do-it-Yourself, Uhren, Mobilität, Holz und Metall.

 

Szenografisch wurde die Ausstellung von den Themen Landschaft und Werkstatt inspiriert. So ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Ausstellungs-Landschaft entstanden. In dieser verteilen und bündeln sich die inhaltlichen Kapitel, ähnlich wie die behandelten Handwerksbetriebe das in ihrem Landkreis tun.

Die Ausstellungsthemen formen sich so zu vielfältigen Inseln, individuell angepasst an die Bedürfnisse des Themas und der Exponate, so wie eine Werkstatt angepasst ist an ihr jeweiliges Handwerk. Auch das warme Hauptmaterial OSB und die unregelmäßige Verteilung und Formung von Podesten, Sockeln und Vitrinen soll an die Atmosphäre einer produzierenden Werkstatt erinnern.

Dabei werden verspielte Farbakzente in türkis und petrol gesetzt, die Exponate und Interaktiva kennzeichnen und deren Umgebung beruhigen. Dort kann man dann Werkzeuge, Maschinen und Produkte bestaunen oder – natürlich – einfach selbst HAND anlegen und ausprobieren.

© 2021 Nina Kersten