Fotografien: Norian Schneider, Filmstills

DETAILS

Ein Stück von Marit Persiel

Kategorie: Theaterstück/Theaterfilm

Digitale Premiere: 24.05.2020

Planungsbeginn: Januar 2020

Text/Inszenierung/Spiel: Marit Persiel
Szenografie + Support: Nina Kersten

Kostüm: Johanna Junker

Illustration: Thekla Priebst
Kamera und Filmkunst: Philipp von der Dellen
Licht: Lasse Kudlek
Musik: Axel Meier, Mike Higbee

GAIA

 

Triff Gaia: Die Schöpferin der Welt, herrschende Macht über alles Leben, über den Fortbestand und den Tod, Bezwingerin der Elemente, Urmutter aller Lebewesen… Das erzählt man zumindest über sie.

Gaia ist sich ihrer selbst gar nicht mehr so sicher. Sie fragt sich viel mehr, was denn nun das Wesentliche im Leben sei, wer es ist, der sich wie ein Monster verhält und wie man dem Ende der Welt entgegen schauen sollte.

 

„GAIA“ ist die Geschichte über das Dasein eines Mythos und wirft einen sarkastischen Blick auf die Menschheit, den Planeten Erde, Zeit und Raum und auf die Verantwortung für all dies. Es ist ein Stück, in dem nach den wichtigen Geschichten im Leben gesucht, mehr als ein Buch geöffnet und auf all dies das Glas erhoben wird.

In diesem Sinne üben auch die aktuellen Geschehnisse unserer Zeit ihren Einfluss aus: Durch einen weltweiten Virus hat sich für „GAIA“ einiges verändert. Ursprünglich als flexibles Theaterstück und begehbare Rauminstallation geplant, wurde es im April/Mai 2020 kurzerhand in einen Theaterfilm übersetzt, der sodann digital erlebbar war. Ein Theaterstück als Film - ein Film wie ein Theaterstück.

Sobald sich wieder Möglichkeiten eröffnen, wird „GAIA“ auf reale Bühnen umziehen und an verschiedenen Orten in Deutschland zu sehen sein.

 

Die Szenografie greift vor allem das Motiv der Geschichte auf. Gaia reist seit Anbeginn der Zeit mit ihrem Koffer durch die Welt. Darin: Alle Geschichten der Menschheit in Form von Büchern. Jede Geschichte und Perspektive hinterlässt dabei ihre Spuren und schlängelt sich wie ein Band durch ihre Umwelt. Aus alldem bildet sich ein Netz(werk), das einerseits Gaias Zuhause und Nest ist und andererseits zeigt, wie doch alles miteinander zusammenhängt. Wer hat nun Einfluss auf dieses Gesamtbild?

Das Raumbild ist bewusst nicht an feste Raumstrukturen angepasst, damit es auf verschiedenen „Bühnen“ aufgeführt werden kann. Man kann es für den Transport klein verpacken. Erst am Aufführungsort entwickelt es dann seine raumumgreifende Gestalt.  

 

„GAIA“ wurde von Marit Persiel entwickelt, erdacht, inszeniert, geschrieben und gespielt. Ich habe den Prozess intensiv begleitet und am Ende die Szenografie beigesteuert, welche wiederum im engen Austausch mit Marit entstanden ist. Marits Stück trifft auf mein Raumbild und am Ende ist ein gemeinsames Projekt zweier Künstlerinnen (und vielen mehr) entstanden.

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© 2020 Nina Kersten